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Digitale Kreativität auf analogen Medium
Die Liste der Kunden, die Robin Preston bisher mit Illustrationen und spektakulären Fotomontagen versorgt hat, liest sich wie ein
Branchenverzeichnis der Automobilindustrie: Audi, BMW, Mercedes, Ferrari, Aston Martin und Bentley - um nur einen Auszug daraus zu nennen.
Allen Werken ist es gemein, das Automobil gekonnt in Szene zu setzen - und nicht selten in Szenen, in denen sich das Fahrzeug
ursprünglich nie befunden hat.
Robin Preston ist ein Meister seines Fachs, wenn es um digitale Kunst geht. Begonnen hat diese Passion mit dem Studium der Illustration am
Central Saint Martins College of Art & Design in London. Bereits in den Semesterferien arbeitete der gebürtige Engländer in einem
professionellen Labor und begann dort seine ersten Gehversuche im Bereich der Fotografie und dem, was in den 70er Jahren unter "Post
Production" verstanden wurde.
Dabei ist Robin Preston ein Mann der ersten Stunde. Seit 1987 arbeitet er digital. Er weiß sich noch gut zu erinnern, dass die erste
Anlage, mit der so etwas wie Bildbearbeitung durchgeführt werden konnte, noch 1,6 Millionen Mark gekostet hat. Bereits mit der damaligen
Technik entstanden Auftragsarbeiten für Werbekampagnen großer Agenturen.
Unmittelbar nach dem Studium hat sich Preston selbstständig gemacht, um später Direktor und Mitinhaber eines großen Fotolabors
in Deutschland zu werden. Bereits sein erstes kommerzielles Projekt Ende der 70er Jahre, für den Elektronikkonzern Philipps, bestand
in der Erarbeitung einer kreativen Werbeserie mit fliegenden Fernsehgeräte und einem Regen aus Rasierapparaten - damals eine
technische Herausforderung.

In den 90er Jahren führte er dann sein Unternehmen mit der größten Lithografie-Gruppe Hollands zusammen und arbeitet heute
seit nunmehr 28 Jahren selbstständig als Digitalkünstler und Illustrator.
Preston, der in dieser Beziehung stets bescheiden ist,
konnte mit seinen Arbeiten bereits eine Vielzahl von Auszeichnungen und internationalen Awards.
Dabei unterscheidet sich Preston gegenüber der Mehrzahl seinen Berufskollegen dadurch, dass er Bilder nicht nur selber nachbearbeitet
sondern auch selbst fotografiert. Somit ist er einer der wenigen Künstler, die den kompletten Arbeitsablauf von der Idee im Kopf bis hin
zum fertig illustrierten Print in einer Person vereinen.
Mittlerweile arbeiten weltweit 5 Agenten für Preston und suchen bei den Agenturen nach neuen Herausforderungen. Steht ein neuer Auftrag
an, kommt es zunächst zu einem Pre-Production Meeting mit dem Creative Director der Agentur um die Wünsche des Kunden zu
besprechen. Die sind insbesondere bei Aufträgen für die Automobilindustrie alles andere als einfach, so Robin Preston: "Die Fahrzeuge werden
oftmals quer über den Globus an den jeweiligen vom Location Scout ausgewählten Standort verfrachtet.
Zusammen mit dem Art Director werden die Ergebnisse gefiltert, so dass eine Vorauswahl der besten Bilder für den Creative Director entsteht.
Nach einem weiteren Meeting beginnt dann der Prozess der Nachbearbeitung - das eigentliche Hauptfeld von Robin Preston.
Als Pionier der Digitalfotografie, Senior-Evangelist bei Wacom und Adobe sowie als Nikon-Ambassador arbeitet Robin Preston stets mit den
neuesten Werkzeugen: Adobe Photoshop CS3/CS4 mit verschiedenen Plugins gehören ebenso zu seiner Ausstattung wie ein aktueller Mac Pro mit 16 GB
RAM und zwei Apple Cinema Displays. Kameratechnisch ist Robin Preston wahlweise mit einer Nikon D3 oder einer Mamiya inklusive Phase One Rückteil
unterwegs.
Trotz all der Vorteile digitaler Technologien, modernsten Bildschirmen und Kameras, ist es letztlich der fertige Druck, der dem Kunden als Maßstab
dient. "Natürlich wird zunächst am Bildschirm abgestimmt und bewertet", erklärt Preston, "jedoch ist es der Proof, der inklusive
meiner Daten an die Litho-Leute geht und das Ergebnis darstellt, an dem ich mich messen lassen muss".Hier setzt Preston auf einen HP Designjet Z3200.
Besonders schätzt er das eingebaute Fotospektrometer um Medien zu profilieren.
"Früher war das Proofing für Fotografen und Illustratoren immer eine 'Zitterpartie', wenn es nach der ganzen Arbeit am Bildschirm an
den eigentlichen Druck ging" weiß Preston zu berichten. "Heute kann ich beruhigt an die Sache herangehen und sicher sein, dass der fertige Print,
auch wenn der Z3200 mehrere Wochen, in denen ich unterwegs war, ausgeschaltet blieb, von konstant hoher Qualität ist und ich mich nicht mit eingetrockneten
Tinten oder Druckköpfen herumärgern muss".
"Natürlich verrichte ich meine Arbeit hauptsächlich digital am Rechner mit viel Einsatz von Photoshop und anderen Werkzeugen, die das Bild
verändern. Doch letztlich werden meine Arbeiten immer in gedruckter Form verwendet".
Nebenbei arbeitet Preston an einem eigenen People-Fotografie-Projekt, um einen Ausgleich zu seinen alltäglichen Auftragsarbeiten zu schaffen.
"Es ist eine Art Online-Kunstgallerie, in der man die Möglichkeit hat, direkt Großformatausdrucke zu bestellen, die auf einem HP
Designjet Z3200 und Fine Art Papier gedruckt wurden. Die hohe Qualität ermöglicht es mir erstmals, meine Werke selbst zu produzieren und direkt
zu verkaufen."
"Über den Photosmart Pro B9180 habe ich zum ersten Mal gesehen, welche fantastischen Ergebnisse man auf den verschiedensten Druckmedien erzielen kann.
Kurz nachdem ich damals meinen Designjet Z3100 bekam, traf ich einen Freund, der sich ebenfalls gerade einen Großformatdrucker gekauft hatte. Dieser
zeigte mir einen Print. Ich bat ihn, mir seine Daten zu geben und lies das Bild unverändert auf meinem Z3100 raus. Kurze Zeit später erfuhr ich,
dass er seinen Drucker gegen den Z3100 von HP eingetauscht hat."
"Neben der Möglichkeit mich mit den Leuten direkt auseinanderzusetzen, gewinne ich durch mein eigenes Projekt auch die Erkenntnis, welche Bedeutung
im digitalen Zeitalter der eigentliche Druck auf ein analoges Medium immer noch hat".
Wenn Robin Preston nicht gerade an einem Auftrag arbeitet, hält er regelmäßig Vorträge und Workshops auf verschiedenen Messen und Roadshows.
1 Computer Generated Imagery
Robin Preston erstellt atemberaubende Komposition und Illustration in einem komplett digitalen Workflow. Mit Hilfe von Bildbearbeitungs-
und CGI
1-Software kreiert er Montagen, die in internationalen Werbekampagnen verwendet werden. Als einer der ersten schwenkte der gebürtige
Brite in den 80er Jahren auf die Digitaltechnik in der Bildbearbeitung um und macht es seit dem möglich, Automobile unter Wasser tauchen oder
Rasierapparate regnen zu lassen. Er hält regelmäßig Workshops über die Arbeit im digitalen Post-Processing.
Auf einen Blick
- Cameras: Nikon D3, Mamiya mit Phase One Rückteil
- Hardware: Mac Pro, MacBook Air, HP Designjet Z3200
- Software: Photoshop CS2 - CS4, verschiedene Plugins
- Beruf: selbstständig
- Spezialgebiet: digitale Illustrationen
- Homepage: www.nw-5.com
- Auftraggeber: verschiedene internationale Agenturen, hauptsächlich Automobil-Industrie
- aktuelles Projekt: Laboratorium.co.uk